Spendenaufruf zur Rettung denkmalgeschützter Grabsteine des jüdischen Friedhofs

Der Freundeskreis der Jüdischen Gemeinde bittet um Ihre Mithilfe:

Vielleicht wissen Sie, dass jüdische Friedhöfe als „Der GUTE ORT“ bezeichnet werden. Jeder jüdische Friedhof steht deshalb unter Denkmalschutz. Um diesen aber vor dem Verfall zu schützen, sind immer wieder Arbeiten notwendig.

In den letzten Jahren durften wir durch Spenden über 600 historische Gräber des Jüdischen Friedhofes Chemnitz sanieren und damit vor dem Verfall retten. Langsam nähern wir uns dem „Zieleinlauf“, d. h. dass alle Grabsteine gesichert sind und nicht mehr umfallen und kaputt gehen können. Da steckt viel Arbeit drin.
Allen, die mit Spenden bisher geholfen haben, möchten wir hiermit ganz herzlich danken.

Um die Arbeiten auf dem Friedhof abschließen zu können, nutzen wir in diesem Jahr noch einmal die Unterstützung der Volksbank Chemnitz mittels Crowdfunding. Doch damit es erfolgreich wird, bitten wir Sie uns finanziell noch einmal zu unterstützen. Unser Ziel ist es 3.500,00 € bis zum 30.08.2020 zusammen zu bekommen, um die notwendigen Arbeiten durch die Firma JoHi-Stein aus Chemnitz bezahlen zu können.

Der jüdische Friedhof in Chemnitz

Wie können Sie helfen?
1. Über das Crowdfunding – Portal direkt bei der Volksbank Chemnitz.
Hier finden Sie auch ein Video zu unserem Projekt und weitere Informationen.

oder
2. Mit einer Spende auf das Konto der Jüdischen Gemeinde
IBAN: DE37 8709 6214 0300 0020 13
Bitte tragen Sie im Verwendungszweck „Rettung Grabsteine“ ein, sowie Ihre Anschrift, damit wir Ihnen eine Spendenquittung ausstellen können.

Vielen Dank‍‍‍! – Toda raba

Der Chemnitzer Friedenstag 05.03.2020

Der Chemnitzer Friedenstag am 5. März 2020 war ein nachdenklicher und trotzdem bunter, lebendiger Tag, mit vielen Besuchern, ganz im Zeichen des Friedens.

Die Chemnitzer Friedenswege führen zum Neumarkt von Chemnitz

Die traditionellen Friedenswege starteten 2020 vom Stadlerplatz, von der Propsteikirche St. Johannes Nepomuk, der Friedenskirche, der St. Petrikirche und der St. Markuskirche. 17 Uhr machten sich die Teilnehmer auf den Weg zum Neumarkt, wo sie dann dem Hauptprogramm „Kultur-Sprache-Religion“ folgten. Die Hauptveranstaltung „Kultur-Sprache-Religion“, am 5. März vor dem Rathaus, ausgestaltet durch die Jüdische Gemeinde Chemnitz, hatte auf die Besucher eine starke emotionale Wirkung. Zum Abschluss der Hauptveranstaltung ließen die Besucher weiße Ballons in den Himmel steigen: als Zeichen des Friedens und ihrer Verbundenheit mit der Jüdischen Gemeinde.

Die Ausstellung "Gedenken. Mahnen. Widerstand" von VVN-BdA

Die Ausstellung „Gedenken. Mahnen. Widerstand“ von VVN-BdA zog hunderte Besucher an, die lange an der Ausstellung verweilten. Die Ausstellung zeigt Spuren des Krieges, der Verfolgung und des Widerstandes in unserer Heimatstadt, historische Orte, die ihre Geschichte nicht ohne weiteres preisgeben, Gedenksteine und Plätze, die klar zur Mahnung und Erinnerung aufrufen. VVN-BdA Chemnitz hat diese Ausstellung für den diesjährigen Chemnitzer Friedenstag konzipiert und umgesetzt.

Chemnitzer Schülerinnen und Schüler gestalteten die Friedensbanner

Friedensbanner, gemalt von Chemnitzer Schülerinnen und Schülern, schmückten die Gebäude rund um den Neumarkt. Aktion C organisiert seit vielen Jahren dieses Kunstprojekt, für das Chemnitzer Kinder und Jugendliche zum Chemnitzer Friedenstag 7 Meter lange Banner gestalten.

Die Hauptveranstaltung wurde dieses Jahr von der Jüdischen Gemeinde ausgestaltet.

Die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag und der Bürgerverein FUER CHEMNITZ e.V. bedankt sich bei allen, die zum Gelingen beigetragen haben, besonders der Jüdischen Gemeinde für die Ausgestaltung der Hauptveranstaltung, der Oberbürgermeisterin für ihre eindringlichen Worte zu Beginn der Hauptveranstaltung „Kultur-Sprache-Religion“, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten Chemnitz (VVN-BdA) für die Präsentation der Ausstellung „Gedenken. Mahnen. Widerstand“ auf dem Neumarkt, der Stadt Chemnitz und den Städtischen Theatern für die großartige Unterstützung und den vielen, vielen Helfern.

Wir gratulieren den Preisträgern des Chemnitzer Friedenspreises 2020

Aus fast 40 vorgeschlagenen Projekten, Personen und Initiativen wurden, nach zahlreichen Projektbesuchen und persönlichen Gesprächen, die Preisträger durch eine vielfältig zusammengesetzte Jury ausgewählt.

Mit dem ersten Preis wurde in diesem Jahr ausgezeichnet
PERLA – Besuchsdienst im Rotlichtmilieu in Chemnitz.
Die in dem 2017 gegründeten Projekt PERLA ehrenamtlich Engagierten suchen Kontakt zu Prostituierten, um ihnen in ihrer schwierigen Situation Wertschätzung zu schenken, ihnen gegenüber Vertrauen aufzubauen und den Frauen zu helfen. Für ihr unermüdliches und selbstloses Engagement am Rande der Gesellschaft bekamen die Vertreterinnen von PERLA die mit dem 1. Preis verbundenen 500 Euro sowie die Friedenspreis-Skulptur des Bildhauers Erik Neukirchner.

Der zweite Preis ging an den
Verein Chemnitzer Bürgerfest e. V.
Mit der Organisation von „Herzschlag – Das Chemnitzer Bürgerfest“, einem Fest für Alle, ein Jahr nach den Chemnitzer Ereignissen im Sommer 2018, hat der Verein bewiesen, dass diese Stadt friedlich und fröhlich feiern kann. Als die Welt interessiert auf unsere Stadt blickte, war für sie klar, dass Nichtstun das Bild über Chemnitz nicht verbessern wird. Für sein starkes Zeichen und Engagement erhielt der Verein die zum 2. Preis gehörende Summe von 300 Euro.

Der dritte Preis wurde vergeben an:
„horizont“ – Magazin Aus Chemnitz – Für Alle
In diesem Magazin kommen Geflüchtete zu Wort. Menschen, über die in der Regel zwar viel berichtet wird, aber die nur selten selbst einen Raum für ihre Stimme bekommen. Alles sicher Geglaubte ließen sie zurück. Die Zeitung berichtet – gedruckt und online – über Erfahrungen der Geflüchteten, über ihr Leben und ihre Erfolge. Das Magazin zeichnet sich durch qualitätsvolle Texte und hochwertige Grafiken aus. Der dritte Preis ist dotiert mit einer Summe von 200 Euro.

Der Ehrenpreis
Der Ehrenpreisträger 2020 ist Dr. Hans Brenner.
Nach Pfarrer Hans-Jochen Vogel (2004), Siegmund Rotstein (2006), Justin Sonder (2008), Dr. Sadik Al-Biladi (2009), Stephan Brenner (2012), Pedro Martin Montero Pérez (2013), Christina und Wolfgang Lehmann (2014), Familie Kästel-Sasse (2016), Liane Günther (2017) und Iris Tätzel-Machute (2019) wurde 2020 Dr. Hans Brenner mit dem Ehrenpreis des Chemnitzer Friedenspreises ausgezeichnet. Durch seine jahrzehntelange historische Forschung trägt er dazu bei, dass die Verbrechen des deutschen Faschismus nicht in Vergessenheit geraten. Mit seiner akribischen Arbeit konnte er viele unbekannte Details über Konzentrationslager, Zwangsarbeit und Todesmärsche in Sachsen aufspüren. Der Ehrenpreisträger bekam ebenfalls die Friedenspreis-Skulptur des Bildhauers Erik Neukirchner.

Kinder- und Jugendpreis
Der erstmalig ausgelobte Kinder- und Jugendpreis wurde an das
Theaterteam des Gymnasiums Einsiedel vergeben.
Die Schülerinnen und Schüler des Teams erhielten den Preis für ihr selbst geschriebenes Theaterstück „Tage/Bücher“, in dem es um Integration und Toleranz geht, und in dem sie sich mit alltäglichem Mobbing und mit den rechtsextremen Ausschreitungen im August 2018 in Chemnitz auseinandersetzen. Sie zeigten damit, dass Chemnitz mehr ist und nicht auf dieses Ereignis reduziert werden sollte. Sie mahnen aber mit ihrem Stück auch an, dass man jeden so akzeptieren soll, wie er ist. An die Preisvergabe waren 300 Euro gebunden.

Besuch aus unserer Partnerstadt Łódź

Maria Wartlowska und Frau Ewa Widenska aus unserer polnischen Partnerstadt Łódź mit Barbara und Jörg Illing von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft.

„Chemnitz ist schöner als wir dachten und ihr seid so gastfreundlich…“ meinten Frau Maria Wartlowska und Frau Ewa Widenska aus unserer polnischen Partnerstadt Łódź.

Unser Besuch aus Lodz im Chemnitzer Rathaus.

Die Lehrerin und Direktorin besuchten letzte Woche Chemnitz und sind sich sicher: „Unsere Schüler würden sich sehr freuen, sich in den Herbstferien nächsten Jahres mit Schülern aus und in Chemnitz zu treffen, auszutauschen und unsere Städte und Länder zu verbinden.“

Unsere polnischen Gäste am Chemnitzer Tastmodell vor dem Rathaus.

Gemeinsam mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft und dem Deutschen Jugendherbergswerk planen wir eine Jugendbegegnung in der Jugendherberge Chemnitz eins. Aus Polen kommen zwei Klassen im Alter von 12 bis 14 sowie von 15 bis 17 Jahren.

Wir danken Frau Sachs für die tolle Rathausführung.
Unser großer Dank gilt Frau Sachs und Frau Linke für die wunderbaren Führungen durch das Rathaus und die Chemnitzer Innenstadt.

Wir suchen Chemnitzer Schulen, die an dieser Jugendbegegnung teilnehmen möchten und die Verbindung zwischen unseren Partnerstädten langfristig stärken möchten. Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter info@buergerverein-fuer-chemnitz.de sehr gern zur Verfügung.