Programm: Chemnitzer Friedenstag 2020

5. März 2020 Chemnitzer Friedenstag

Freitag, 28. Februar 2020

19.30 Uhr | smac, Stefan-Heym-Platz 1
Vortrag: Jan Plamper: Das neue WIR. Warum Migration das Normalste der Welt ist, Nation kein Schimpfwort sein muss und wir Deutschland neu denken müssen

Der Historiker Jan Plamper (London) erzählt die deutsche Geschichte seit 1945 radikal anders: Aus- und Einwanderung gehören zur DNA unserer Republik. Die Dazugekommenen und jene, die schon länger da sind, bilden gemeinsam das neue Wir. Jan Plamper entfaltet eine Vision, wie wir Deutschland neu denken, zu einem neuen Wir-Gefühl kommen können. Im musikalischen Rahmenprogramm der Gruppe JaSaMa verweben zwei deutsche Jazzer und eine syrische Sängerin Rhythmen aus Jazz und Klassik mit arabischen Melodien und Obertongesang.

Veranstalter: Aktion ©, smac, Evangelisches Forum

Samstag, 29. Februar 2020

19.30 Uhr | smac, Stefan-Heym-Platz 1
Konzert: Dota Kehr & Jan Rohrbach „Die Freiheit“

DOTA trifft mit ihrer neuen CD „Die Freiheit“ den Nerv der Zeit: brandaktuelle Popmusik mit starken Texten, die dabei nie die Leichtigkeit verliert, abwechslungsreich bis gegensätzlich, eine unverwechselbare Stimme und ohrwurmige Melodien. Preis der dt. Schallplattenkritik und Fred-Jay-Preis für Textdichter. „Es gibt Grenzen. Warum schützt man die Grenzen der Staaten so gut und die Grenzen der Menschen so schlecht?“

Veranstalter: Aktion © in Kooperation mit smac und Evangelischem Forum
Abendkasse: 15 € I erm. 12 € I VVK 12 € I erm. 10 € (smac & Buchladen MonOkel)

Sonntag, 1. März 2020

10.00 Uhr | Kino Metropol, Zwickauer Straße 11
Film: „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen” anschließend Experten-Slam

Vereinigte Staaten 2016 | Dokumentarfilm | 94 Minuten |
Regie: Taggart Siegel, Jon Betz
Gewinner von 18 Festival-Awards | Nominierung EMMY 2018 „Outstanding Nature Documentary“
Das Foyer des Kinos wird wieder angereichert sein mit gehaltvollen Impulsen für Gaumen und Seele.

Veranstalter: Yoga Inspiration, MonOkel Buchladen, Chemnitzer Stadtgespräch, Kino Metropol
Eintritt: 8 € (MonOkel Buchladen und Kino Metropol)

Montag, 2. März 2020

19.00 Uhr | Jugendkirche, Theresenstraße 2
CHEMNITZER FRIEDENSIMPULSE 2020

Die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag lädt zu einer Diskussionsveranstaltung über Freiheiten und Grenzen von Meinungsäußerungen ein.

Das wird man wohl noch sagen dürfen.

Diskussionsveranstaltung über Freiheiten und Grenzen von Meinungsäußerungen

In welchen Zusammenhängen begegnet uns diese Aussage? Welche Erfahrungen stecken dahinter? Was soll damit zum Ausdruck gebracht werden? Dazu äußern sich Personen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und diskutieren mit den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung. In Kleingruppen gibt es anschließend an vier Tischen die Möglichkeit, in Bezug zu jeweils einer These konkret ins Gespräch zu kommen:

Weil künstlerische Freiheit grenzenlos erscheint und mitunter bis ins Anstößige reicht, heißt es am
1. Tisch: „Kunst darf alles.“
Weil zur Zeit der DDR das freie Wort die Unfreiheit nach sich ziehen konnte und dieses manchen Zeitgenossen heute reglementiert zu sein scheint, geht es am
2. Tisch um die Aussage: „Es ist wie in der DDR.“
Weil Viele sich über Vieles äußern und dies heutzutage enorm vervielfältigt werden kann, soll am
3. Tisch bedacht und besprochen werden:
„Worte können Schläge sein.“
Weil die Begegnung mit Menschen anderer Herkunft und Prägung zu unserem Alltag gehört, steht am
4. Tisch eine Behauptung zur Diskussion:
„Ich habe keine Vorurteile.“

Indem Sagbares sowie Nicht-Sagbares thematisiert und zu einer überlegten Kommunikation angeregt wird, ist die Veranstaltung Impulsgeber für ein konstruktives und friedvolles Miteinander.

Moderation: Stephan Brenner
Veranstalter: Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag
Eintritt: frei

Dienstag, 3. März 2020

18.00 Uhr | Schauspielhaus Chemnitz, Figurentheater, Zieschestraße 28
Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor

Geschichte einer Reise von Joke van Leeuwen, Bühnenfassung von Gundula Hoffmann
In einem Land irgendwo, jetzt oder auch viel früher, lebt Toda mit ihrem Vater in einem kleinen Städtchen. Ihr Vater ist der Beste. Als Bäcker kann er die leckersten Kuchen backen und mit ihren Gerüchen die Welt verzaubern. Doch als die Einen gegen die Anderen kämpfen, muss der Vater helfen, die Einen gegen die Anderen zu verteidigen. Schließlich kommt der Krieg immer näher und Toda wird ins Nachbarland geschickt, in dem ihre Mutter lebt. Das Stück erzählt aus der Perspektive eines Kindes von Krieg und Flucht, dem Leben in Krisenzeiten und vom Ankommen in einem neuen Land. Die entwaffnend offene Direktheit der Protagonistin zeigt dabei auf humorvolle und zugleich wahrhaftige Weise, welche Welt Erwachsene für Kinder bereithalten.
ab 6 Jahre

Weitere Vorstellung: Mittwoch, 4. März, 9.30 Uhr
Karten unter: 0371 4000-430 und online unter www.theater-chemnitz.de

Mittwoch, 4. März 2020

18.00 Uhr | Rathaus, Stadtverordnetensaal
Verleihung des Chemnitzer Friedenspreises 2020

Der Chemnitzer Friedenspreis wird unter der Schirmherrschaft des Bürgervereins FUER CHEMNITZ e.V., in Zusammenarbeit mit der Migrationsbeauftragten der Stadt Etelka Kobuß verliehen. Musikalische Umrahmung durch die Städtische Musikschule Chemnitz. Im Anschluss gibt es einen kleinen Empfang.

Mit freundlicher Unterstützung durch: Eins Energie in Sachsen GmbH & Co. KG und Klimek & Rudolph GmbH & Co. KG

Veranstalter: Bürgerverein FUER CHEMNITZ e.V.

19.00 Uhr | Stadthalle Chemnitz, Großer Saal
7. Sinfoniekonzert der Robert-Schumann-Philharmonie

Ēriks Ešenvalds: „Fanfare”
Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Richard Strauss: „Don Juan” – Tondichtung nach Nikolaus Lenau für großes Orchester op. 20, „Tod und Verklärung” – Tondichtung für großes Orchester op. 24
Solist: Steven Isserlis, Violoncello
Dirigent: Karel Mark Chichon

Karten unter: 0371 4000-430 und online unter www.theater-chemnitz.de

19.00 Uhr | Hotel an der Oper, Straße der Nationen 56
BEGEGNUNG — Ein Künstlergespräch mit Marian Kretschmer

Im Rahmen der Ausstellung „Partnerstädtische Kunst”
Die Arbeiten von Marian Kretschmer sind aktuell bis zum 31.5. im Hotel an der Oper ausgestellt.

Donnerstag, 5. März 2020

9.00 Uhr | Städtischer Friedhof
Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung
am Mahnmal der Bombenopfer des 5. März

11.00 – 21.00 Uhr | Gedenk- und Aktionsfläche NEUMARKT
Kunstprojekt Chemnitzer Schulen (Aktion ©)

Friedensbotschaften von Schüler/innen der Montessori-Schule, der Entdeckerschule und des Evangelischen Schulzentrums
Neue Banner werden rund um den Neumarkt präsentiert.

11.00 Uhr | Eröffnung des Friedenskreuzes

Der Bürgerverein FUER CHEMNITZ e.V. und die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag bitten die Chemnitzerinnen und Chemnitzer um ihre FRIEDENSWÜNSCHE.

11.00 Uhr | Ausstellungseröffnung
Gedenken. Mahnen. Widerstand. – GESCHICHTSBAUSTELLE
Chemnitzer Kriegsspuren – Orte der Erinnerung an 1933-45
Ausstellung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschisten Chemnitz (VVN-BdA)

Der deutsche Faschismus an der Macht hinterließ nach zwölf Jahren ein verwüstetes Land. Tausende Einwohner unserer Stadt, Kinder, Frauen und Männer wurden verfolgt, ins Exil getrieben, inhaftiert, gedemütigt, deportiert und ermordet. Die Überlebenden waren für immer körperlich und selig gezeichnet. Eine humanistisch geprägte Lebenskultur war fast vollständig ausgelöscht. Als der Krieg, angezettelt von den selbsternannten Nationalsozialisten, nach Deutschland zurückkehrte, war auch Chemnitz nicht mehr wiederzuerkennen. Eine Trümmerlandschaft und Opfer unter der Zivilbevölkerung hinterlassend. Zurückkehrende Antifaschisten und die Bewohner der Stadt bauten unter großen Anstrengungen ein neues Chemnitz, neues Leben entwickelte sich. Auferstanden aus Ruinen steht noch immer, 75 Jahre nach der Befreiung, in einem Fenster am neuen Rathaus. Doch es lassen sich auch andere Spuren des Krieges, der Verfolgung und des Widerstandes in unserer Heimatstadt finden, historische Orte, die ihre Geschichte nicht ohne weiteres preisgeben, Gedenksteine und Plätze, die klar zur Mahnung und Erinnerung aufrufen.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Chemnitz wird sich in diesem Jahr mit einer eigenen Ausstellung am Chemnitzer Friedenstag beteiligen. Die Mitglieder der Organisation haben sich auf Spurensuche begeben. Gefunden habe sie Orte in Chemnitz, die noch heute an die Opfer von Krieg und Verfolgung erinnern.

u.a. Kaßberg-Gefängnis, Hutholz, Astra-Werke, Textilmaschinenfabrik Altchemnitzer Straße, Fa. Pfauter, Ehrenhain für die Verfolgten des Naziregimes auf dem Städtischen Friedhof, Hauptbahnhof und Innenhof der Universität, Gedenkstein für zwei ermordete Jüdinnen in Grüna, Erinnerungsort für die Opfer der „Euthanasie” im SBZ, Mahnmal der Bombenopfer von 1945 auf dem Städtischen Friedhof, Garnisionsfriedhof Richterweg

Vertreter von VVN-BdA Chemnitz werden den Besucher am 5. März am Rand der Ausstellung als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

11.00 Uhr | Kein Hass in meinem Namen
T-Shirts kreativ gestalten
Aktion für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, organisiert von der Saxony International School

13.00 Uhr | Der Frieden hat viele Seiten
Friedensdomino, Friedens – Gedächtnis – Spiel, Friedenspuzzle
KJF e.V. in Zusammenarbeit mit Vorschulkindern Chemnitzer Kindergärten, Schüler/innen aus Chemnitz und Projektgruppen

14.00 Uhr | Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1
Jugendtheater: Nicht im Hier und nicht im Jetzt – mein Leben als Digital Native. Schüler/innen der Montessori-Schule befassen sich theatral mit ihrem Miteinander – ganz und gar mithilfe ihres Smartphones.
Künstlerische Leitung: Gabi Reinhardt

14.00 Uhr | Aktionsstand Red-Hand-Day – Keine Kindersoldaten!
Offiziell gibt es immer noch 250 000 Kindersoldaten. Die ROTE HAND ist eine weltweite Kampagne gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Initiative der UNICEF-Hochschulgruppe Chemnitz u.a.

14.00 – 17.00 Uhr | Rathaus, Stadtverordnetensaal
Filme mit Chemnitzer Zeitzeugen, die den Zweiten Weltkrieg und das Bombardement auf die Stadt erlebten. Nach jeder Aufführung gibt es die Möglichkeit für ein Gespräch.
14 und 16 Uhr: Kinder im Krieg (2018)
15 und 17 Uhr: Die letzten Zeugen (2019)

15.00 Uhr | Kino Metropol, Zwickauer Straße 11
Wider das Vergessen – Erinnerung an den 5. März 1945 in acht Kurzfilmen, zusammengestellt von Claus-D. Härtel.
Anschließend Gespräch mit Zeitzeugen.

Veranstalter: Kino METROPOL, Claus-D. Härtel
Eintritt: 7 €
auch am 8.3.2020 | 13 Uhr

15.00 Uhr | 15.00 Uhr Kraftwerk e.V., Kaßbergstraße 36
DA CAPO – Musikcafé – Klangfarben
Nancy Gibson plaudert mit Lars und Uwe Dziuballa über Elemente der jüdischen Musik in Jazz, Swing, Musicals u.a.

Veranstalter: Städtische Musikschule Chemnitz
Eintritt: 6 € (inklusive Kaffee und Kuchen)

15.15 Uhr | Leben auf engstem Raum,
damals u. heute – Informationen und Gespräch zur Ausstellung: 1948 – Wie entstand der Staat Israel (Evangelisches Forum)

16.00 Uhr | Von Anfang an…
Das Chemnitz von Morgen wollen die Kleinen mitgestalten – und wir ihnen ein lebenswertes Chemnitz hinterlassen. Kinderchor und Teenband der Städtischen Musikschule
Leitung: Tina Pulst

17.00 Uhr | Couragiert für Frieden
Jugendliche lesen aktuelle Texte und StreichHölzer der Städtischen Musikschule spielen dazu
Leitung: Andreas Winkler

17.00 Uhr | Friedenswege zum Neumarkt
beginnend an 5 Ausgangspunkten

Friedenswege am Friedenstag

Die fünf Friedenswege beginnen an verschiedenen Orten in Chemnitz und führen durch unterschiedliche Stadtviertel. Sie verlaufen nicht schnurgerade und verzichten auf Gleichschritt. Sie treten nicht auf der Stelle und lassen Vorurteile auf der Strecke. Sie sind nicht laut, bieten aber Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Und indem sie alle auf dem Chemnitzer Neumarkt ankommen, symbolisieren sie, dass unterschiedliche Ausgangspunkte und verschiedene Lebens-Strecken einem friedvollen Zusammenkommen nicht hinderlich sind.

Chemnitzerinnen, Chemnitzer und Gäste in der Stadt sind herzlich eingeladen, am 5. März, 17.00 Uhr zu einem der folgenden Ausgangspunkte zu kommen, um nach einer kleinen Auftaktveranstaltung von dort aus auf einem Friedensweg unterwegs zu sein und ins Stadtzentrum zu gelangen:

Stadlerplatz
röm.-kath. Propsteikirche St. Johannes Nepomuk, Hohe Str. 1
ev.-method. Friedenskirche, Kaßbergstr. 30
ev.-luth. St. Petrikirche, Theaterplatz
ev.-luth. St. Markuskirche, Körnerplatz

Bevor am Zielort Neumarkt 18.00 Uhr die Hauptveranstaltung des Chemnitzer Friedenstages beginnt, gibt es vor dem Rathaus ein kleines Vorprogramm.
Dort lädt auch das begehbare Friedenskreuz zum Besuch und zur Besinnung ein.

Die Begleitung der Friedenswege geschieht durch Mitwirkende der Initiative „Buntmacher/innen” und durch Mitarbeiter/innen Chemnitzer Kirchgemeinden.

17.30 Uhr | Carillon – Friedensklänge vom Rathausturm

gespielt von Franzpeter Uhlig

18.00 Uhr | HAUPTVERANSTALTUNG: Kultur – Sprache – Religion

Der Begriff Frieden hat in vielen Sprachen und Kulturen unterschiedliche Bedeutungen. Mit Gesang, Gedichten und Gebeten versuchen wir einen Hauch dieser Vielfältigkeit in unserer Stadt zum Ausdruck zu bringen. Es werden die Sprachen zu hören sein, die in Chemnitz gesprochen werden und die Religionen, die hier ein zu Hause haben. Mitwirkende: Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Chemnitz, Vertreter der monotheistischen Religionen, Schauspieler und Musiker aus Chemnitz und Berlin.

Ausgestaltung: Jüdische Gemeinde Chemnitz

19.00 Uhr | KammerMusikmachen?
Kammerkonzert der Städt. Musikschule
Leitung: Ida Müller

19.00 Uhr | Stadthalle Chemnitz, Großer Saal
7. Sinfoniekonzert der Robert-Schumann-Philharmonie

Ēriks Ešenvalds: Fanfare
Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Richard Strauss: Don Juan – Tondichtung nach Nikolaus Lenau für großes Orchester op. 20, Tod und Verklärung – Tondichtung für großes Orchester op. 24
Solist: Steven Isserlis, Violoncello
Dirigent: Karel Mark Chichon

Karten unter: 0371 4000-430 und online unter www.theater-chemnitz.de

20.00 Uhr | Schauspielhaus Chemnitz, Ostflügel, Zieschestraße 28
Der Frieden – Komödie von Peter Hacks nach Aristophanes

Wie bringt man den Frieden zurück in die Welt? Dieser wurde nämlich von der Erde geraubt und eingesperrt und zu lange schon tobt nun der Krieg. Doch ein schlauer Bauer schwingt sich auf einem Mistkäfer hinauf zum Olymp, um den Frieden zu befreien. Rätselhaft, dass dies nicht jedem gefällt!? Während ihn die Einen als Held
feiern, machen ihn die Anderen zum Staatsfeind Nummer Eins, denn der Krieg ist ein Riesengeschäft und mit der Rückkehr des Friedens bleiben manche Kassen leer.

Karten unter: 0371 4000-430 und online unter www.theater-chemnitz.de

20.00 Uhr | Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1
Ökumenischer Friedensgottesdienst

Mitwirkende: M. Zimmermann (Friedensbeauftragter der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens), Propst C. Rehor, Superintendent F. Manneschmidt, Pfn. D. Lücke, Kirchenmusiker S. Walther
Anschließend Gang zum Neumarkt

21.00 Uhr | Gemeinsamer Abschluss des Tages am Friedenskreuz

21.00 Uhr | GEDENK- und GEBETSGELÄUT CHEMNITZER KIRCHEN

Sonntag, 8. März 2020

17.00 Uhr | Weltecho, Annaberger Straße 24
„Jetzt nach so viel Jahren” Dokumentarfilm (BRD, 1981) über den Umgang der Bewohner eines nordhessischen Dorfes mit der NS-Vergangenheit. Auch die Jüdinnen und Juden, die früher da lebten und es ins Exil geschafft hatten, kommen zu Wort. Anschl. Gespräch zwischen den Filmemachern Pavel Schnabel und Harald Lüders sowie Felix Dümcke, der den geschichtskulturellen Wandel in der Bewertung des Nationalsozialismus untersucht. Im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur.

Eintritt: 5 €

Donnerstag, 12. März 2020

19.30 Uhr | Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1
„Hagios – gesungenes Gebet” Lieder zum Innehalten, Lauschen und Mitsingen mit Helge Burggrabe. Gesang als Form von konkreter Friedensarbeit, der zum inneren Frieden führen kann, ohne den kein äußerer Friede denkbar ist.

Veranstalter: Evangelisches Forum
Eintritt: frei

Mittwoch, 18. März 2020

19.00 Uhr | TIETZ, Moritzstraße 20, Veranstaltungssaal
Kollektive Unschuld – Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern

Der Politik- und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Samuel Salzborn vertritt die These, dass eine (selbst-)kritische Aufarbeitung der Vergangenheit auch 75 Jahre nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus auf gesellschaftlicher Ebene kaum stattgefunden habe. Hinterfragt und diskutiert wird ein Selbstbild, das um den Mythos kollektiver Unschuld kreist.

Im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur • In der Reihe NACH Halle!

Veranstalter: Konrad-Adenauer-Stiftung, Volkshochschule Chemnitz
Eintritt: frei

Karfreitag, 10. April 2020

10.00 Uhr | Treff am Rathaus Chemnitz
OSTERMARSCH Für Frieden – Gegen Militarisierung der Gesellschaft!

Freitag, 8. Mai 2020

75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Ausstellungen
13.1. – 5.3.2020 TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90

Die Rosenburg – das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit
Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde das Bundesministerium der Justiz geschaffen. Seinen ersten Dienstsitz hatte es in der „Rosenburg“, einem Landhaus im neoromanischen Stil in Bonn-Kessenich. Das Führungspersonal, das der erste Bundesjustizminister Thomas Dehler und sein Staatssekretär Walter Strauß einstellten, war zu einem großen Teil in das NS-Regime verstrickt gewesen. Die Zahl der ehemaligen NSDAP-Mitglieder lag zur „Rosenburg-Zeit“ regelmäßig bei über 50 Prozent, Ende der 1950er Jahre sogar bei über 70 Prozent. In der Strafrechtsabteilung lag der Anteil der NS-belasteten Mitarbeiter in dieser Zeit bei 100 Prozent. Doppelmitgliedschaften in der SA waren dabei keine Ausnahme. Einzelne Beamte hatten dem NS-Regime auch als Block-Leiter („Blockwarte“) gedient.

Die Ausstellung zeigt die personelle und sachliche Verwobenheit des jungen Bundesjustizministeriums mit der NS-Zeit. Die Verstrickungen der Ministeriumsmitarbeiter mit den Strukturen des deutschen Faschismus machen deutlich, warum sich die Strafverfolgung der Nazi-Verbrechen so lange hinzog, das Leid der Opfer viel zu lange ignoriert und viele Opfergruppen in der Bundesrepublik erneut diskriminiert wurden.

Öffnungszeiten: Montag – Freitag: 7.00 – 20.30 Uhr.
Weitere Informationen unter

27.1. – 8.3.2020

Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1
1948 – Wie entstand der Staat Israel

Ausstellung des Vereins für Demokratie und Information DEIN e.V.
dazu: Banner der Montessori-Schule zu Stolpersteinen in Chemnitz

Im Rahmen der Ausstellung bietet das Evangelische Forum auf Anfrage kostenlose Workshops für Schüler- und Jugendgruppen an.
Eine Kooperation des Evangelischen Forums mit der St. Jakobi-Kreuz-Kirchgemeinde.

Öffnungszeiten: Fr.-Mo. 11-15 Uhr / Di.-Do. 11-18 Uhr

16.2. – 31.5.2020

Schloßbergmuseum, Schloßberg 12
…und neues Leben blüht aus den Ruinen! Der Wiederaufbau von Chemnitz 1945-53. Ausstellung anlässlich des 75. Jahrestages der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg

Im letzten Jahr des II. Weltkrieges wurde die Stadt Chemnitz insgesamt zwölf Mal Ziel amerikanischer und britischer Luftangriffe. Dabei fanden rund 4000 Menschen den Tod, wurde die Bauleistung mehrerer Generationen v.a. im Stadtzentrum nahezu vollständig zerstört. Doch bereits unmittelbar nach der Kapitulation Hitlerdeutschlands wurden enorme Anstrengung unternommen, das Leben wieder zu normalisieren und vor allem die Stadt wieder aufzubauen – und das unter schwierigsten Bedingungen, denn es gab keinen Marshall-Plan und die sowjetische Besatzungszone hatte die Reparationsleistungen allein zu tragen. Anhand vielfältiger Dokumente, Fotografien, Filme, Modelle und Objekte schlägt die Ausstellung den Bogen von der pulsierenden Vorkriegs-City über die alliierten „Air Raids“ vom Februar bis zum April 1945 hin zum Wiederaufbau, dessen erste Etappe 1953 mit Bebauung der Inneren Klosterstraße abgeschlossen werden konnte.

21.2. – 6.3.2020

Brückenstraße 10 (rechts hinter Karl-Marx-Monument)
Stalingrad. Ein Aufruf zum Frieden

Eine Ausstellung über die Schlacht von Stalingrad 1942/43), initiiert von der Verwaltung der Region der Chemnitzer Partnerstadt. Sie beinhaltet seltene Fotos und Dokumentationsmaterial aus Archiven und Museen weltweit. Das Projekt wurde anlässlich des 75. Jahrestages des Endes der Schlacht von Stalingrad im Jahr 2018 seitdem in mehreren europäischen Städten umgesetzt.

Weitere Informationen unter

5. März 2020

11.00 Uhr | Neumarkt
Ausstellungseröffnung
Gedenken. Mahnen. Widerstand. – GESCHICHTSBAUSTELLE
Chemnitzer Kriegsspuren – Orte der Erinnerung an 1933-45
Ausstellung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschisten Chemnitz (VVN-BdA)

Der deutsche Faschismus an der Macht hinterließ nach zwölf Jahren ein verwüstetes Land. Tausende Einwohner unserer Stadt, Kinder, Frauen und Männer wurden verfolgt, ins Exil getrieben, inhaftiert, gedemütigt, deportiert und ermordet. Die Überlebenden waren für immer körperlich und selig gezeichnet. Eine humanistisch geprägte Lebenskultur war fast vollständig ausgelöscht. Als der Krieg, angezettelt von den selbsternannten Nationalsozialisten, nach Deutschland zurückkehrte, war auch Chemnitz nicht mehr wiederzuerkennen. Eine Trümmerlandschaft und Opfer unter der Zivilbevölkerung hinterlassend. Zurückkehrende Antifaschisten und die Bewohner der Stadt bauten unter großen Anstrengungen ein neues Chemnitz, neues Leben entwickelte sich. Auferstanden aus Ruinen steht noch immer, 75 Jahre nach der Befreiung, in einem Fenster am neuen Rathaus. Doch es lassen sich auch andere Spuren des Krieges, der Verfolgung und des Widerstandes in unserer Heimatstadt finden, historische Orte, die ihre Geschichte nicht ohne weiteres preisgeben, Gedenksteine und Plätze, die klar zur Mahnung und Erinnerung aufrufen.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Chemnitz wird sich in diesem Jahr mit einer eigenen Ausstellung am Chemnitzer Friedenstag beteiligen. Die Mitglieder der Organisation haben sich auf Spurensuche begeben. Gefunden habe sie Orte in Chemnitz, die noch heute an die Opfer von Krieg und Verfolgung erinnern.

u.a. Kaßberg-Gefängnis, Hutholz, Astra-Werke, Textilmaschinenfabrik Altchemnitzer Straße, Fa. Pfauter, Ehrenhain für die Verfolgten des Naziregimes auf dem Städtischen Friedhof, Hauptbahnhof und Innenhof der Universität, Gedenkstein für zwei ermordete Jüdinnen in Grüna, Erinnerungsort für die Opfer der „Euthanasie” im SBZ, Mahnmal der Bombenopfer von 1945 auf dem Städtischen Friedhof, Garnisionsfriedhof Richterweg

Vertreter von VVN-BdA Chemnitz werden den Besucher am 5. März am Rand der Ausstellung als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

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