Friedenspreis 2026

Am 6. März 2026 wurde im Stadtverordnetensaal des Chemnitzer Rathauses zum 23. Mal der Chemnitzer Friedenspreis feierlich verliehen.

Der zivilgesellschaftliche Preis wird jährlich im Umfeld des Chemnitzer Friedenstages – Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz am 5. März 1945 – vom Bürgerverein FUER CHEMNITZ e. V. und von der Migrationsbeauftragten der Stadt Chemnitz ausgelobt und vergeben. Ausgezeichnet von der vielfältig zusammengesetzten Jury werden dabei Personen, Organisationen, Projekte und Initiativen aus Chemnitz, die für Grundwerte wie Toleranz, Gleichberechtigung und Demokratie eintreten und Frieden generationenübergreifend weiterdenken.

Die Preisträger:innen 2026
Aus zahlreichen vorgeschlagenen Projekten, Personen und Initiativen wurden nach Projektbesuchen und persönlichen Gesprächen mit den Nominierten folgende Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt:

Preisträger 2026: Verein „Iranien Home“, Foto: Anja Wartenberg

1. Preis: Verein „Iranien Home“
Für ihr ehrenamtliches Engagement für ein friedliches, von gegenseitiger Achtung geprägtes Zusammenleben in der Stadt Chemnitz und für ihren unermüdlichen Einsatz zur Unterstützung einer demokratischen Entwicklung und der Freiheit der Menschen im Iran wurde der Verein „Iranien Home“ mit dem 1. Preis des Chemnitzer Friedenspreises 2026 ausgezeichnet, verbunden mit einem Preisgeld von 500 Euro sowie der Friedenspreis-Skulptur des Bildhauers Erik Neukirchner.

Die Mitglieder des erst 2024 gegründeten Vereins sehen sich als Teil der Stadtgesellschaft und bringen sich im Interesse des Gemeindewohls für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ein. Sie sind Botschafterinnen und Botschafter der persischen Kultur, aber auch den Menschen im Iran, die ihr Leben für Freiheit riskieren.

Die ehrenden Worte für den ersten Preis formulierte Thiemo Kirmse, langjähriges Mitglieder der Jury Chemnitzer Friedenspreis.

2. Preis: Projekt „Anders denken“
Der Einsatz für eine inklusive und auf Teilhabe ausgelegte Gesellschaft des Projektes „Anders denken“ vom ASB Ortsverband Chemnitz und Umgebung e.V. wurde mit dem 2. Preis des Chemnitzer Friedenspreises 2026 und der dazugehörenden Summe von 300 Euro ausgezeichnet.

Die Mitwirkenden im Projekt „Andersdenken – Bürgerbeteiligung für politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse der Menschen mit Behinderung“ setzen sich für die Teilhabe aller Menschen ein. Menschen, die auf Grund körperlicher oder sonstiger Einschränkungen Barrieren für eine Beteiligung überwinden müssen, sollen eine bessere Möglichkeit zur Teilhabe erfahren, damit sie sagen können: „Wir gehören dazu!“. Die Laudatio für den zweiten Preis sprach André Löscher.

3. Preis 2026: Annelore Krauß, Foto: Cynthia Kempe-Schönfeld

3. Preis: Annelore Krauß
Annelore Krauß, die mit ihren 93 Jahren älteste Freiwillige der Kulturhauptstadt – setzte sich mit ihrem Herzensprojekt bei der Jury des Chemnitzer Friedenspreises durch. Ihre mit viel Liebe und Kreativität gestalteten Herzen wurden an Menschen in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Wohngruppen und Hospizen verschenkt, um ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und um sie Teil der Kulturhauptstadtbewegung werden zu lassen. Für dieses großes Zeichen der Solidarität, Empathie und Nachhaltigkeit wurde sie mit dem 3. Preis des Chemnitzer Friedenspreises 2026 geehrt, dotiert mit einer Summe von 200 Euro. Für den dritten Preis sprachen Annett Görlitz und Sabine Kühnrich die Laudatio.

Kinder- und Jugendpreis 2026: Chemnitzer Jugendforum,
Foto: Cynthia Kempe-Schönfeld

Kinder- und Jugendpreis: Chemnitzer Jugendforum
Mit dem Kinder- und Jugendpreis wurde dieses Jahr das Chemnitzer Jugendforum   ausgezeichnet. Die Initiative von und für Chemnitzer Jugendliche arbeitet seit 2015 kreativ und zielstrebig daran, das Leben in der Stadt für junge Menschen attraktiver zu machen und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbstwirksam zu werden. Mit seinem Tun gestaltet das Jugendforum die Stadt aktiv, kreativ und selbstbewusst mit. Mehr Jugend. Mehr Stimme. Mehr Zukunft. Die Laudation für den Kinder- und Jugendpreis hielten Dr. Melanie Hartwig und Dina Norberger.

Ehrenpreis
Im Jahr 2026 wurde kein Ehrenpreis des Chemnitzer Friedenspreises vergeben.

Die Preisverleihung
Oberbürgermeister Sven Schulze eröffnete mit einem Grußwort der Stadt die festliche Vergabe.

Den musikalischen Part der Festveranstaltung gestalteten Richard Jung (Akkordeon) und Nancy Kühnel (Querflöte) – beide junge Talente der Städtischen Musikschule Chemnitz.