Preisträger

Chemnitzer Friedenspreis 2017

Preisträger des Chemnitzer Friedenspreis 2017
 
1. Preis Chemnitzer Akteure von ASA-FF – Netzwerk für globales Lernen
Ihr Projekt „Unentdeckte Nachbarn“, das mit eigenen Aktionen und Aufführungen, mit zahlreichen Gastspielen und Kooperationen in mehreren deutschen Städten Dunkel in das Treiben des NSU und seine Aufarbeitung brachte, überzeugte die 15 Mitglieder der Jury. Mit dem Projekt wurden beispielhaft viele Engagierte und Interessierte unter einem Vorhaben vernetzt durch außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz.

2. Preis Rola Saleh
Die junge Frau wurde 1978 im Libanon geboren, von ihren Eltern wegen des Bürgerkriegs nach Deutschland geschickt und zur Zwangsheirat zurück in den Libanon geholt. Sie flieht erneut nach Deutschland, stellt einen Asylantrag, der zuerst abgelehnt wurde. Rola Saleh beginnt als Sprachmittlerin in der Hilfe für Asylsuchende und wird zu einer unentbehrlichen Beraterin für Asylsuchende nicht nur aus dem Libanon.

3. Preis Chemnitzer Tafel e.V.
Eine gemeinnützige Hilfsorganisation, die Menschen in finanziellen Notlagen hilft, geehrt. Die Mitarbeiter sind freiwillig, ehrenamtlich und ohne Bezahlung im Einsatz. Sie tun dies aus der inneren Überzeugung heraus, Menschen in Not zu helfen. Und sie leisten diese Arbeit seit 20 Jahren – stetig, verlässlich und nachhaltig.

Chemnitzer Friedenspreis 2016

1. Preis: Chemnitzer Willkommensdienst
Der Chemnitzer Willkommensdienst ist eine Initiative Chemnitzer Bürger, die Abends zwischen 19 und 1 Uhr je zwei Stunden „Willkommensdienst“ leisten, d.h. Menschen am Hauptbahnhof in Empfang nehmen und sie in die Erstaufnahme-Einrichtung nach Ebersdorf begleiten.

2. Preis KOMPOTT
Das Projekt KOMPOTT möchte Menschen eine Erprobungsfläche zur Verfügung stellen, um ihre Ideen zu verwirklichen und gemeinsam ihren Raum zu entwerfen. Das KOMPOTT ist ein Experiment des Zusammenlebens und Organisierens, das Menschen zu seiner Gestaltung aufruft. KOMPOTT will gemeinsam mit Selbstorganisation experimentieren, Räume selbstbestimmt gestalten und sich in den Stadtentwicklungs-Diskurs in Chemnitz einmischen.

3. Preis Freifunk Chemnitz
Im Freifunk Chemnitz e.V. engagieren sich netzaffine Menschen, die in ihrer Freizeit seit 2011 ein offenes und anonymes WLAN in Chemnitz und Umgebung aufbauen. Jedermann kann es einfach benutzen und darüber surfen oder es mit seinen Nachbarn teilen – es ist offen und kostenfrei für jedermann.

Sonderpreis: Familie Kästel-Sasse
Familie Kästel-Sasse hat sich durch jahrelanges Engagement für Gewaltlosigkeit, Bürgerrechte und Kultur eingesetzt und in der Flüchtlingshilfe Vorbildliches geleistet.

Chemnitzer Friedenspreis 2015

1. Preis: Aktion C
Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass Chemnitzer Schüler mittlerweile insgesamt 1000 Meter Banner mit Friedensbildern anlässlich des Chemnitzer Friedenstages verziert haben. Die Gruppe schafft es mit ihrer Arbeit, dass Schüler „zusammensitzen und gemeinsam überlegen, was geschehen muss, dass Frieden ist“.

2. Preis: Save me Chemnitz
Die Gruppe „Save Me“ vermittelt Patenschaften zwischen Chemnitzern und Asylbewerbern. „Menschen lernen sich auf Augenhöhe kennen, wie man das sonst nur von Freundschaften kennt“, hieß es in der Laudatio. 30 Familien werden derzeit von 50 Paten betreut.

3. Preis: Sebastian Braun
Der junge Mann hatte im August 2014 eingegriffen, als er sah, wie zwei Männer auf einen Mann einschlugen, der aus Mosambik stammt, aber seit 28 Jahren in Chemnitz lebt. Wenige Tage später wurde Braun selbst Opfer einer Prügelattacke. Wer die vermummten Täter waren, ist bis heute nicht geklärt. „Er war in der Lage einzugreifen, und er hat eingegriffen. Sebastian Braun ist ein Vorbild“

Chemnitzer Friedenspreis 2014

1. Preis: Interkulturellen Garten e.V.
Ehrenpreis: Ehepaar Christina und Wolfgang Lehmann.

Chemnitzer Friedenspreis 2013

1. Preis: Filmprojekt RECHTSzuHause
Ehrenpreis: Pedro Martin Montero Pérez

Chemnitzer Friedenspreis 2012

1. Preis: AG In- und Ausländer e.V.
Ehrenpreis: Stephan Brenner.

Chemnitzer Friedenspreis 2011

1. Preis: Verein Miteinander statt Gegeneinander

Chemnitzer Friedenspreis 2010

1. Preis: Evangelisch-Lutherische Stiftsgemeinde Chemnitz-Ebersdorf
Der Preis würdigt ein von der Gemeinde gestartetes Projekt gegen die Vereinnahmung des örtlichen Kriegerdenkmals durch Neonazis.
2. Preis: Chemnitzer Filmwerkstatt e. V.
Die Chemnitzer Filmwerkstatt e. V. wird für ihr Film-Projekt „ SCHÖNER LEBEN OHNE NAZI-LÄDEN“ -ein Film über die rechte Szene in Chemnitz und ihre Vertriebsstrukturen – ausgezeichnet.
3. Preis: ProjektRegenzeit e. V.
Der Verein Regenzeit e. V. wird für den langjährigen selbstlosen Einsatz bei der Unterstützung von Projekten, um die Lebensbedingungen der indigenen Bevölkerung in Bolivien zu verbessern und Flora und Fauna des dortigen Regenwaldes zu schützen, ausgezeichnet.

Chemnitzer Friedenspreis 2009

1. Preis Georgius-Agricola-Gymnasium und Ökologische Kindertagesstätte „Groß und Klein“
Ausgezeichnet wurde das Projekt „Schlaue Eule“ bei dem Gymnasiasten und Vorschulkinder zusammenarbeiten. Mit dem Ziel der Befähigung zur Streitschlichtung beteiligen sich die Kindergartenkinder aktiv und engagiert an den von den Gymnasiasten beigebrachten Rollenspielen. Beeindruckend ist die Wirkung auf das eigene Verhalten der Kindergartenkinder – dies wirkt bis in die Familie. Ausstrahlung hat die Streitschlchtung der Vorschulkinder auch bis ins Gemeinwesen Wohnumfeld. Die Gymnasiasten besuchen vorab ein dreitägiges Streitschlichter Seminar und lernen dabei Deeskalationstechniken.
2. Preis Lila Villa Ausgezeichnet wurde das Projekt „Meine polnischen Schwestern“
Auf den Spuren von Lodzerinnen mit sächsischen Vorfahren entstand in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Lodz Widzew eine Broschüre und ein Film. Beide Dokumente zeigen deutsch-polnische Schicksale und sind von intensiver emotionaler Wirkung. Ein Beispiel wie durch Freundschaft und Verständnis beider Seiten ein Vorurteil freies Miteinander Leben möglich wird.
3. Preis Missionarinnen der Nächstenliebe
Der von Mutter Teresa gegründete Orden wirkt im Stillen und sucht keine Öffentlichkeit. Die Schwestern sind seit 25 Jahren in Karl-Marx-Stadt/Chemnitz tätig und widmen sich in ihrer Sozialarbeit vor allem psychisch Kranken, Alten und Alleinstehenden. Der Orden bietet Bedürftigen eine „Suppenküche“ und Quartier. Die Nonnen leben von Spenden (u.a.Chemnitzer Tafel). Sie achten auf Ordnung und Sauberkeit und geben menschliche Zuwendung. Die Schwestern bieten Hilfesuchenden eine Oase des Friedens.
Ehrenpreis Herr Dr. Sadik al Biladi
Herr Biladi ist ein Chemnitzer Arzt irakischer Herkunft, der seit vielen Jahren in Chemnitz lebt und arbeitet. Herr Biladi ist ebenso seit vielen Jahren in der Friedensbewegung aktiv.

Chemnitzer Friedenspreis 2008

1. Preis Bethanien-Krankenhaus Chemnitz gemeinnützige GmbH
Im Bethanien-Klinikum werden Kinder aus Kriegsgebieten jährlich in Rahmen eines Friedensprojektes medizinisch unentgeltlich betreut. Sie kehren nach ihrer Genesung wieder in ihre Heimat als „Friedensbotschafter“ zurück.
2. Preis Montessori Schule Chemnitz: Schüler der Klassen 6 – 10 ‚
Die Schüler der Montessori-Schule organisiserten eine Ausstellung „Kunst gegen Rechts“. In ihren selbstgeschaffenen Kunstwerken setzen sie sich mit rechtsradikalenm Gedankengut und deren Folgen kritisch auseinander.
3. Preis Partnerschaftsverein Chemnitz – Timbuktu e. V.
Der Partneschaftsverein betreut und fördert seit vielen Jahren nachhaltige Projekte zur Zusammenarbeit mit der Chemnitzer Partnerschaft.
Ehrenpreis Justin Sonder
Herr Justin Sonder ist einer der letzten Überlebenden des Hollocaust. Trotz seines honorigen Alters ist er unermüdlich als Zeitzeuge mit Vorträgen und Berichten für junge Menschen seit Jahrzehnten in Chemnitz und Umgebung aktiv tätig.

Chemnitzer Friedenspreis 2007

1. Preis Förderzentrum zur Lernförderung „Johann Heinrich Pestalozzi“
2. Preis Hoffnung Nadeschda e. V.
3. Preis Untere Luisenschule: Schüler der Klasse 8/1: Vicky Köpnick, Tino Hertel, Jack Jentzsch

Chemnitzer Friedenspreis 2006

1. Preis Anne Bettina Nonnaß, Schülerin
2. Preis Gebrüder-Grimm-Grundschule: Klasse 3b
3. Preis Studentische Initiative „gemEINSam für einen friedlichen und interkulturellen Campus“ Integrationszentrum „Globus“ Kultur & Tourismus“
Ehrenpreis Siegmund Rotstein, Jüdische Gemeinde Chemnitz

Chemnitzer Friedenspreis 2005

1. Preis Tony Müller, Schüler
2. Preis Annen-Mittelschule
3. Preis Freundeskreis Rumänienhilfe, Albert-Einstein-Grundschule:Klasse 4E

Chemnitzer Friedenspreis 2004

1. Preis Ev.-Luth. D.-Bonhoeffer-Kirche: Evangelische Jugend
2. Preis Mica Kempe, Künstlerin
3. Preis Albert-Schweitzer-Mittelschule: Förderverein
Ehrenpreis Pfarrer Hans-Jochen Vogel