Stefan-Heym-Förderpreise 2017

„LEBEN HEISST AN ETWAS GLAUBEN“
Stefan Heym

Stefan Heym

Die Bewerbungsfrist für die Stefan-Heym-Förderpreise wurde bis zum 30.06.2017 verlängert. Interessenten haben die Möglichkeit bis dahin ihre Ideen und Projekte zu konkretisieren. Nach der Einreichung der Förderanträge entscheidet das Kuratorium über die Vergabe.

Zusätzlich zum internationalen Stefan-Heym-Preis werden Förderpreise im Gesamtwert von 20.000 Euro an Projekte und Initiativen für Stipendien und zur Unterstützung von Schülerprojekten vergeben, die sich in besonderer Weise mit dem Leben und Werk Stefan Heyms beschäftigen.

Alle natürlichen und juristischen Personen, Initiativen, Institutionen, private und öffentliche Einrichtungen und Vereine können einen Antrag auf Förderung stellen. Dazu muss zusätzlich zum Antrag eine Beschreibung des zu fördernden Projektes (maximal 2 DIN A4 Seiten) sowie eine Kostenaufstellung eingereicht werden.

» Zu den Preisträgern und Veranstaltungen

… weil mich die Entwicklung von Chemnitz interessiert

Mitglied S. Bauer
Siegfried Bauer

Ich bin 1938 geboren und heute selbst stolzer Vater, Großvater und sogar Urgroßvater. Viele Jahre war ich im Bauwesen tätig, zuerst als Bauleiter im Talsperrenbau und später in Karl-Marx-Stadt/Chemnitz u.a. verantwortlich für die Chemnitzer Straßenbrücken. Irgendwann hatte mich unser Ehrenvorsitzender Herr Hartwig Albiro angesprochen und in den Bürgerverein FUER CHEMNITZ e.V. eingeladen. Da mich die Entwicklung von Chemnitz interessiert, bin ich dieser Einladung gerne gefolgt. Seit dem habe ich in den Projekten Graffiti FUER CHEMNITZ und früher als Mitglied der Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag mitgewirkt. Noch heute engagiere ich mich beim Chemnitzer Friedenstag sowie als Jury-Mitglied des Chemnitzer Friedenspreises und finde die Entwicklung der Bewerbungsthemen und das Kennenlernen der Nominierten sehr bewegend.

In Hinsicht auf die Kulturhauptstadtbewerbung von Chemnitz würde ich mich freuen, wenn wir die Idee den Fluss Chemnitz zwischen dem Pfortensteg und dem Wehr an der Georgstraße anzustauen wieder aufgreifen und somit das Stadtzentrum rund um die Chemnitz als Ausflugsziel wieder attraktiver machen könnten. Der Gedanke ist einen Boots- und Gondelbetrieb auf diesem Flussabschnitt und vielleicht sogar über eine Schleuse zum Schlossteich mit Anlegemöglichkeiten an den Ufern der Chemnitz zu Restaurants, Bars und Cafés anzubieten. Schön wäre es auch, wenn wir das Projekt Graffiti wieder zu neuem Leben erwecken. Chemnitzer Schüler und professionelle Sprayer könnten somit das Stadtbild positiv ergänzen.

Mein Lieblingsplatz – der Schlossberg ist zu allen Jahreszeiten interessant

Auf dem Schlossberg befinden sich einige der ältesten Gebäude der Stadt – die ehemalige Kloster- und Schlosskirche sowie das Schlossbergmuseum. Als einstiges Kloster St. Marien und kurfürstliches Jagdschloss bieten die heutigen Museumsgebäude viel Raum für persönliche Entdeckungen rund um die Geschichte unserer Stadt. Im Miramar wird nicht nur für unser leibliches Wohl gesorgt, sondern man genießt auch einen wunderbaren Blick über den Schlossteich. Der herrliche Park lädt uns zum Picknick und Spazieren ein, und ist immer wieder Gastgeber herrlicher Veranstaltungen mit musikalischer Umrahmung wie z.B. der Robert-Schumann-Philharmonie…

Impressionen vom Benefiz-Konzert mit Quijote und Human Aid Collective

Die Musiker der Band QUIJOTE

Die Chemnitzer Friedenskirche auf dem Kaßberg bildete am vergangenen Freitag den Rahmen für ein Benefiz-Konzert mit den Musikern von QUIJOTE und der „Flüchtlingshilfe Balkanroute“ (derzeit in Gründung zum gemeinnützigen Verein „Human Aid Collective“).

Impressionen von vor Ort zum Benefiz-KonzertImpressionen von vor Ort zum Benefiz-KonzertBenefiz-Konzert in der Friedenskirche Chemnitz

Wir hörten Lieder über die traumhaften Landschaften sowie die überwältigende Gastfreundschaft Griechenlands und ein Land das zugleich die Endstation von zu vielen Flüchtlingen ist, die den Weg auf sich nahmen um Terror und Krieg zu entkommen.

Musikerin der Band QUIJOTEHuman Aid CollectiveZu Gast beim QUIJOTE Benefiz-Konzert

Mercedes Nobis und Rolah Saleh berichteten über die zum Teil katastrophalen Zustände in den Auffanglagern und ihr bemerkenswertes Engagement vor Ort. Das begeisterte Publikum unterstützte dieses mit einer Spende von ca. 900 Euro.

Musikerin der Band QUIJOTEMusiker der Band QUIJOTEDie Musiker der Band QUIJOTE

Ein großes Dankeschön an die Veranstalter „Human Aid Collective“, an die Musiker von QUIJOTE, die Friedenskirche Chemnitz und natürlich die zahlreichen Besucher.

Mein Lieblingsplatz – das Stadtbad

Die große und kleine Schwimmhalle des Chemnitzer Stadtbades waren früher mein zweites Zuhause. Als Mitglied der BSG Chemie Chemnitz habe ich mich hier mit Gleichgesinnten zum Trainung und zu Wettkämpfen getroffen. Wir hatten gemeinsam so viel Spaß, dass daraus sogar Freundschaften für’s Leben entstanden…

Mein Lieblingsplatz – Wasserschloss Klaffenbach

In unmittelbarer Nähe meines Geburtshauses befindet sich das Wasserschloss Klaffenbach. Hier sitze ich gerne mit meiner Familie in der Außenanlage und schwelge hin und wieder in Erinnerungen an meine Kindheit. Im Wasserschloss ist eigentlich immer was los oder die Natur lädt zum Spazieren ein…

Chemnitz will Kulturhauptstadt werden

Am 25.01.2017 beauftragte der Stadtrat Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig eine Bewerbung unserer Stadt Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025 vorzubereiten. Der Leiter des Kulturbetriebs der Stadt Chemnitz Herr Ferenc Csák wird die Leitung des Projektes übernehmen.

Wir begrüßen die Entscheidung und werden das Projekt tatkräftig unterstützen. Der Weg zur Bewerbung wird eine positive Entwicklung der Stadt anstoßen, von der Chemnitz, die Chemnitzer Unternehmen und die Bewohner profitieren werden.

Debattentag zur Bewerbung Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025
Chemnitz bewirbt sich als Kulturhauptstadt Europas 2025

Mit seiner Geschichte, Gegenwart und Zukunft will Chemnitz auch über die Landesgrenzen hinaus sowohl national als auch international wahrgenommen werden. Was also verbindet uns mit Europa? Was hat Chemnitz zu bieten und was macht uns Chemnitzer aus?

Über 50 Initiativen, Kunst- und Kulturvereine werden ihre Kreativität und Leidenschaft einbringen und die kulturelle Vielfalt unserer Stadt hervorheben. Das sind Chemnitzer und Chemnitzerinnen genau wie Sie und wir. Machen Sie doch mit, verraten Sie uns was Chemnitz für Sie bedeutet, was Sie besonders gut finden oder was Sie gerne in unserer Stadt verbessern möchten.

Sie erreichen uns telefonisch unter 0371 – 674 98 84 oder per E-Mail unter bv-fuer-chemnitz@gmx.de.

Für ein weltoffenes Chemnitz

Mitglied C. Kempe-Schönfeld
Cynthia Kempe-Schönfeld

Mit meiner Tätigkeit im Bürgerverein FUER CHEMNITZ möchte ich weitere Akzente für ein weltoffenes und kreatives Chemnitz setzen. In der bewegten Vergangenheit unserer Stadt waren es stets die Blicke über die Grenzen hinaus, sei es in Kultur, Forschung oder Wirtschaft, die in unserer Stadt so manches mal im Verborgenen, aber auch mit stiller Anerkennung Großes bewirkten. So mag es typisch für unsere Bürgerschaft sein, dass wir leise stolz auf unsere Heimat sind, ohne stets die Errungenschaften ins Licht zu rücken. Leider vergessen wir dabei aber auch so manches und schauen nur auf Zukünftiges. Herausforderungen, die wir gemeinsam meistern können und mit Blick auf neue Generationen meistern werden.

In Chemnitz geboren, habe ich schon früh meine Leidenschaft für die Geschichte der Region und deren Vermittlung entdeckt. So war es nahezu selbstverständlich, dass ich an der hiesigen Technischen Universität Lehramt für Geschichte und Ethik studierte und meine Promotion begann. Neben ersten Veröffentlichungen zur Unternehmerfamilie Hartmann arbeitete ich bei vielen Ausstellungen für das städtische Schlossbergmuseum, entwickelte pädagogische Angebote für das Industriemueum Chemnitz und leitete das Deutsche Spielemuseum. Den Chemnitzer Netzwerkern vergangener Generationen folgend, führte mich mein Weg zudem quer durch Deutschland und Europa um letztendlich immer wieder heimzukehren.

Gemeinsam mit meinem Mann engagiere ich mich seit Jahren im Chemnitzer Kulturbetrieb. Ob Richard-Hartmann-Jahr, die jährlich stattfindenden Chemnitzer Spieletage oder unsere Arbeit im Deutschen und Sächsischen Museumsbund – stets sind wir bemüht Wissen zu bewahren und spielerisch Freude zu vermitteln. Hierzu gründeten wir zusammen mit Gleichgesinnten z.B. im Frühjahr 2016 den anerkannt gemeinnützigen Chemnitzer Würfeltürmer e.V.

Nachdem unsere Tochter Sophia Amelie 2015 auf die Welt gekommen war, übernahm ich den Vorsitz der European Society of Game-Collectors e. V., einem europaweit agierenden Verein von Spielesammlern, und gründete gemeinsam mit meinem Mann das Sächsische Institut für Spielpädagogik, -forschung und -systematik SIS³. Dies bildet den Rahmen für unser weiteres Engagement in der Region.

Konkret möchte ich in den kommenden Monaten die Öffentlichkeitswirksamkeit des Vereines unterstützen. Regelmäßige Pressemitteilungen, die Teilnahme an Ausschuss- und Ratssitzungen sowie der Kontakt mit lokalen Vertretern aus Kultur, Wirtschaft und Politik sollen die Anliegen des Vereines vertreten.